Liebe Verwandte, Freunde und Bekannte- auch Ihr seid gefordert!


Betreuende Angehörige befinden sich bereits nach kurzer Betreuungszeit in einem “Wahrnehmungstunnel”. Sie richten ihr gesamtes Augenmerk auf die zu pflegende Person und nehmen eigene Bedürfnisse nur mehr am Rande war. Auf Aufmunterungen, Einladungen und Hinweise, doch auf sich selbst zu achten regieren sie meist mit der stereotypen Antwort: Das ist unmöglich, ich habe keine Zeit und auch keine Motivation dazu.
Und hier setzt der so wichtige Part des gesamten sozialen Umfeldes ein! Bleiben sie hartnäckig, wenn es nicht anders geht, zwingen sie den Betreuenden zu seinem Glück. Ich habe dies oder jenes für dich organisiert, mach dir keine Gedanken, ich übernehme für diese Auszeit deinen Stelle bzw. ich habe für diese Zeit jemanden engagiert. So bringen sie den Pflegenden unter Zugzwang, es fehlen ihm die Gegenargumente mehr. Nur unter dieser Voraussetzung nehmen die meisten Betreuenden die für sie so wichtige Auszeit an und können sie dann auch genießen. Seien Sie nicht enttäuscht, wenn der Betreuende nicht sofort Feuer und Flamme für Ihre wohlgemeinte Initiative ist. Er muss sich erst mit dem Gedanken anfreunden! Rückblickend wird er es Ihnen aber danken, seien Sie sich dessen versichert!