Um Bedürfnisse respektieren zu können ist es unerlässlich, immer wieder die Perspektive zu wechseln!


Um den erkrankten Angehörigen besser zu verstehen und mit ihm zu fühlen, müssen wir uns darum bemühen, die Situation aus seiner Sicht zu sehen. Indem wir für einen Moment versuchen, die Welt mit den Augen des erkrankten Angehörigen zu sehen, gehen wir innerlich einen Schritt zurück und können in belastenden Situationen gelassener reagieren.

Hierbei können folgende Fragen hilfreich sein:
Wie würde ich mich fühlen, wenn…
Was wäre mein Bedürfnis, wenn…
Was würde mir Freude machen, wenn…
Was würde mich stören oder mir Angst machen, wenn….
Angenommen, ich würde bettlägerig und könnte nicht mehr alleine aufstehen, wie viel an Aggression würde in mir stecken?…
Welches Zeitgefühl hätte ich, wenn…..
Welche Förderungen würde ich mir wünschen, wenn….
Welche seelische Unterstützung hätte ich gerne, wenn….

Ab und zu in die Rolle des Erkrankten zu schlüpfen, erhöht nicht nur das Gespür für dessen Wünsche. Dieses „hineinfühlen können“ hilft dem Pflegenden auch, in belastenden Situationen der Pflege gelassener zu reagieren.
Die Beziehung zwischen dem pflegenden und dem erkrankten Angehörigen kann sich verändern, Disharmonie wird früher bemerkt.